No-Go-Area: Cottbus die zweite
Der Tagesspiegel berichtete über ein kleines Stück Karibik in Cottbus, als Beweis das es auch anders geht, in der Stadt über die soviel negatives berichtet wird. Cottbus besitzt neben der im Beitrag genannten Lokalität auch weitere mit fremdländischem Flair, keine Frage, doch führen diese zur Schaffung eines multikulturellen Klimas in der Stadt. Nein, wer sie besucht, geniesst das Flair des gepflegten Biotops und wo sie sich häufen, in der Altstadt, kann man sich auch relativ frei bewegen.
In den in der Diskussion genannten Stadtteilen sucht man solche Lokalitäten eher vergebens, so das ihre Nennung eher der Selbstversicherung dient, wir sind garnicht so schlimm, es geht ja auch anders. Nur dadurch das man sich in einigen Teilen der Stadt ungefährdet bewegen kann, dadurch werden die anderen nicht ungefährlicher.
Ein positives Zeichen versuchte man auf dem Stadtfest am letzten Wochenende mit dem multikulturellen Teil
“Cottbus Open” zu setzen. Doch abgelegen am letzten Ende des Festes und in den Medien als fremdländische Fressmeile beworben, konnte auch dort nur ein “es geht auch anders” hervorgebracht werden. Mutiger und auch sinnvoller im Bemühen um ein friedliches Zusammenleben der verschiedensten Kulturen wäre wohl eine vollständige multikulturelle Ausrichtung des gesamten Stadtfestes gewesen, um zu zeigen, so bunt ist Cottbus und so wollen wir Cottbusser auch gesehen werden. Aber scheinbar möchte Cottbus nur nicht negativ auffallen.