Miltiadis Oulios kommentiert in der TAZ die aktuelle Einbürgerungsdebatte. Er fasst mit
Die Grundidee der Demokratie ist, dass alle Mitglieder einer Gesellschaft dieselben und vollen Rechte besitzen. Und zwar dort, wo sie leben.
auch meinen Ansatz von Integration bzw. gesellschaftlichem Zusammenleben gut zusammen. Mit leicht sarkastischem Hinterton meint er
Heute leben etwa anderthalb Millionen Menschen in Deutschland, die hier geboren wurden, aber nicht die vollen Bürgerrechte besitzen. Jeder dritte Einwanderer lebt seit über zwanzig Jahren in der Bundesrepublik – also länger als 17 Millionen Ostdeutsche. Der Unterschied ist: Die neuen Mitbürger aus den neuen Ländern dürfen seit der Wiedervereinigung wählen. Die meisten der alten zugewanderten Mitbürger aus den alten Ländern nicht.
Auch ich, als Neudeutscher ostelbischer Abstammung, benötigte eine geraume Zeit, um in der bundesdeutschen Gesellschaft anzukommen, d.h. das Grundgesetz für mich zu erschließen und anzuerkennen. Deshalb Wahlrecht für alle in der Bundesrepublik Lebenden, ggf. mit einer Stichtagsregelung. Damit jeder, den die Arbeit der Politiker betrifft diese auch Wählen kann bzw. sich wählen lassen kann.
Tags: Sonstiges by Sven
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