Nach einer entspannenden Nacht auf dem Zeltplatz, dieser sehr zu empfehlen ist, starteten wir nach einem guten Frühstück gegen 9:00 Uhr in Warnitz.
Warnitz – Prenzlau
Diese erste Etappe des Tages fuhr sich schön. Es war ein gut ausgebauter Radweg, der durch ein Stück Wald führte und am Wasser entlang. Dies war genau der richtige Start und wir kamen noch richtig gut voran, sodass wir schon gegen 10:38 Uhr unser erstes Ziel erreicht hatten.
Prenzlau – Schönwerder
Leider ging es nicht so schön weiter. Es begann ein ständiges Auf und Ab, wobei sich das Gefühl nicht vermeiden ließ, dass es mehr hoch als runter ging. Hinzu kam, dass es die Sonne erbarmungslos zu scheinen begann und der Weg kaum Schatten bot.
Wir fuhren ein Stück auf der neuen Euro- Strasse und diese fuhr sich einfach toll.
Doch dann begannen die Platten. Der gesamte Weg bestand aus Platten die sich aneinander reihten. Und leider gab es grosse Sprünge in den Zwischenräumen der Platten, sodass unsere Räder unter der Erschütterung litten, wie eine gewisse Stelle an unseren Körpern.
Schönwerder – Bangelow
Die Strecke führte uns weiter und immer höher, sodass wir streckenweise dachten, dass wir eine Bergetappe fahren. Also oben an den Windrädern angekommen, fuhren wir in Bangelow ein. Und der Wind wie die Sonne setzten uns mächtig zu. Die Lust wurde immer weniger und der einzige Trost war, das die Strasse gut befahrbar war.
Bungelow – Trebenow
Und als wir dachten es geht nicht höher, stellten wir fest, dass wir uns getäuscht hatten. Aber wir fuhren immer weiter, denn wir hatten das Ziel vor Augen, auch wenn die Lust immer weniger wurde. Und hinzukam, dass die Sonne es sehr gut mit uns meinte und der Wind auf der Höhe war auch nicht zu verachten.
Trebenow – Nieden
Auf dem nächsten Stück der Strecke passierte etwas Unglaubliches – es ging eben zur Sache! Super! Die Strasse war toll. Die Räder rollten und wir kamen sehr gut und schnell voran.
Nieden – Nechlin
Die Strecke blieb super bis auf eine Stelle. Wir quälten uns den Berg hoch und dann ging es steil bergab bei ungefähr 40 km/h und unten gab es eine Verengung und danach ging es steil bergauf. Das wäre alles machbar gewesen, wenn, ja wenn da nicht ein nettes Auto gekommen wäre und dieses bremste uns beim bergab fahren so, dass wir keinen Schwung mehr hatten und damit der “Berg” kaum zu erklimmen war.
Nechlin – Schmarsow
So dieser Weg war dann schnell gefahren, weil uns der Hunger trieb. Wir kamen gegen eins an und hofften auf ein gesundes und reichhaltiges Mittag. Leider gab es keine große Auswahl an Speisen. sodass wir uns für die Bockwurst entschieden. Im Nachhinein war das keine gute Wahl. Aber nach einer Pause setzten wir uns wieder in Bewegung.
Schmarsow – Rollwitz
Wir fuhren frohen Mutes, nachdem wir uns gestärkt hatten, los. Wir fuhren nicht lange. Hier gab es nur Sand. Am Anfang war er noch befahrbar aber leider hielt der Zustand nicht lange an. Es wurde immer schlechter, sodass wir unsere Räder schieben mussten. Hinzu kam, dass die Ausschilderung fehlte und die Sonne uns mächtig zu schaffen machte. Und es ging ein ganzes Stück so. Leider ging der Weg auch noch bergauf ohne eine gewisse Erholungsphase. Aber wir kamen an.
Rollwitz – Pasewalk
Von Rollwitz aus ging es auf einem befestigten Weg weiter. Ein völlig neues Gefühl brach bei uns aus und was hinzukam wir kamen recht entspannt in Pasewalk an. Die Hitze war zwar enorm und unser Wasser Verbrauch auch aber es ging uns gut.
Pasewalk – Torgelow
Durch die Stadt zu fahren, erweist sich als aus gesprochen schwierig, weil die Ausschilderund ungenügend war und uns sogar in Einbahnstrassen schickte. Aber wir kamen durch die Stadt und folgten der Bundesstrasse Richtung Torgelow. Meist fuhren wir auf dem Radweg, der gut ausgebaut war, und nur ein kurzes Stück führte uns auf der Bundesstrasse entlang. Aber da es Sonntag war, ging der Verkehr.
Wir fuhren entlang am Wald, indem sich die Bundeswehr versteckte. Und wir fuhren auch lieber nur am Wald vorbei- aus Angst vor Panzern.
Torgelow – Eggesin
Der Radweg führte uns weiter und weiter und die Wärme hatte kein Erbarmen mit uns. Ab und zu gab es schattige Abschnitte, sodass wir uns erholen konnten. Aber unser Wasser ging zur Neige. Das stellte sich als grosses Problem dar, weil es Sonntag war und weit und breit keine Tankstelle. Aber als wir dachten es geht nicht mehr, kam eine Gartenkolonie und eine sehr nette Frau, die uns eine Flasche mit Wasser füllte. Gott sei Dank!
So konnten wir gut weiter fahren.
Eggesin – Uckermünde
In Eggesin angekommen standen wir erst einmal im Stau, wegen einer Baustellenampel. Aber das war noch nicht das schlimmste. Wir fuhren weiter und sahen ein blaues Schild auf dem Aral drauf stand! Unsere Rettung! Also zu erst Wasser kaufen und für das tapfere Durchhalten eine Tüte Gummitierchen!!! Als ich zu meinem Rad zurückkehrte, stellte ich fest, dass mein Freund meine Vorderbremse kaputt gemacht hatte! Einfach toll! Gut das ein Ende in Sicht war. Also ohne Bremse und mit “super” Laune auf zum vorletzten Stück. Der Weg nach Uckermünde war gut ausgebaut und fuhr sich recht gut weg. Und dann sahen wir auch schon die Stadt.
Uckermünde – Grambin
Das letzte Stück ging schnell, weil der Zeltplatz ausgeschildert war. Also fuhren wir schnell und trafen nach unendlich langen Kilometern ein und dann der Horror eines jeden Radfahrers. Die netten Leute bei der Anmeldung meinten, dass sie voll seien, aber als wir erwähnten, dass wir auf Rädern sind, konnten wir bleiben.
Wir stellten also unser Zelt auf und hüpften ins kühle Nass. Unser Körper war sehr dankbar dafür und auch unser Sonnenbrand kühlte auch gleich.
Statistik des Tages: 98,16 km 9 Stunden ( reine Fahrzeit: 5:55 Uhr )
Tags: Sonstiges by Sylvia
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