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Urlaub 2006 – Tag 3

Grambin – Mönkebude

Nachdem wir das Glück hatten, dass es beim Zeltabbau nicht mehr regnete, fuhren wir fertig gepackt um 9:00 Uhr los. Unsere ertse Suche galt einem Bäcker, damit wir frühstücken konnten.
Nach einigen wenigen Kilometern kamen wir an und fanden einen Bäcker, wo es sehr gut zu essen gab.

Mönkebude – Anklam

Nach einer Stunde Frühstück fuhren wir gut gelaunt und gestärkt in Richtung Anklam. Das erste Stück war eine reine Waldstrecke. Sie war sehr schmal und extrem kurvig. Man konnte nur hintereinander fahren und es war von Vorteil, dass uns keiner entgegen kam – wäre sehr eng geworden! Dann auf einem Stück Deich angekommen, war die Strasse super aber leider mochte der Wind uns nicht. Aber dieses Stück fuhr sich auch weg. Als wir kurz hielten, um ein Foto zu machen, wurden wir von bösartigen Insekten angegriffen und gebissen. Wir setzten die Fahrt schnell fort. Doch leider endete an dieser Stelle auch das asphaltierte Stück Strasse. Wir fuhren dann auf einem sandigen Weg, der mit Löchern versehen war. Das war sehr unangenehm! Aber wir hatten wenigstens mit dem Wetter Glück! Es war nicht zu warm und nicht zu kalt!
Und dann kamen die Platten! Diese erstreckten sich bis Anklam! In Anklam angekommen, ließen wir erstmal die Bremse reparieren.
Wir hatten das “Glück” das wir von da abgeholt wurden!

Urlaub 2006 – Tag 2

Nach einer entspannenden Nacht auf dem Zeltplatz, dieser sehr zu empfehlen ist, starteten wir nach einem guten Frühstück gegen 9:00 Uhr in Warnitz.

Warnitz – Prenzlau

Diese erste Etappe des Tages fuhr sich schön. Es war ein gut ausgebauter Radweg, der durch ein Stück Wald führte und am Wasser entlang. Dies war genau der richtige Start und wir kamen noch richtig gut voran, sodass wir schon gegen 10:38 Uhr unser erstes Ziel erreicht hatten.

Prenzlau – Schönwerder

Leider ging es nicht so schön weiter. Es begann ein ständiges Auf und Ab, wobei sich das Gefühl nicht vermeiden ließ, dass es mehr hoch als runter ging. Hinzu kam, dass es die Sonne erbarmungslos zu scheinen begann und der Weg kaum Schatten bot.
Wir fuhren ein Stück auf der neuen Euro- Strasse und diese fuhr sich einfach toll.
Doch dann begannen die Platten. Der gesamte Weg bestand aus Platten die sich aneinander reihten. Und leider gab es grosse Sprünge in den Zwischenräumen der Platten, sodass unsere Räder unter der Erschütterung litten, wie eine gewisse Stelle an unseren Körpern.

Schönwerder – Bangelow

Die Strecke führte uns weiter und immer höher, sodass wir streckenweise dachten, dass wir eine Bergetappe fahren. Also oben an den Windrädern angekommen, fuhren wir in Bangelow ein. Und der Wind wie die Sonne setzten uns mächtig zu. Die Lust wurde immer weniger und der einzige Trost war, das die Strasse gut befahrbar war.

Bungelow – Trebenow

Und als wir dachten es geht nicht höher, stellten wir fest, dass wir uns getäuscht hatten. Aber wir fuhren immer weiter, denn wir hatten das Ziel vor Augen, auch wenn die Lust immer weniger wurde. Und hinzukam, dass die Sonne es sehr gut mit uns meinte und der Wind auf der Höhe war auch nicht zu verachten.

Trebenow – Nieden

Auf dem nächsten Stück der Strecke passierte etwas Unglaubliches – es ging eben zur Sache! Super! Die Strasse war toll. Die Räder rollten und wir kamen sehr gut und schnell voran.

Nieden – Nechlin

Die Strecke blieb super bis auf eine Stelle. Wir quälten uns den Berg hoch und dann ging es steil bergab bei ungefähr 40 km/h und unten gab es eine Verengung und danach ging es steil bergauf. Das wäre alles machbar gewesen, wenn, ja wenn da nicht ein nettes Auto gekommen wäre und dieses bremste uns beim bergab fahren so, dass wir keinen Schwung mehr hatten und damit der “Berg” kaum zu erklimmen war.

Nechlin – Schmarsow

So dieser Weg war dann schnell gefahren, weil uns der Hunger trieb. Wir kamen gegen eins an und hofften auf ein gesundes und reichhaltiges Mittag. Leider gab es keine große Auswahl an Speisen. sodass wir uns für die Bockwurst entschieden. Im Nachhinein war das keine gute Wahl. Aber nach einer Pause setzten wir uns wieder in Bewegung.

Schmarsow – Rollwitz

Wir fuhren frohen Mutes, nachdem wir uns gestärkt hatten, los. Wir fuhren nicht lange. Hier gab es nur Sand. Am Anfang war er noch befahrbar aber leider hielt der Zustand nicht lange an. Es wurde immer schlechter, sodass wir unsere Räder schieben mussten. Hinzu kam, dass die Ausschilderung fehlte und die Sonne uns mächtig zu schaffen machte. Und es ging ein ganzes Stück so. Leider ging der Weg auch noch bergauf ohne eine gewisse Erholungsphase. Aber wir kamen an.

Rollwitz – Pasewalk

Von Rollwitz aus ging es auf einem befestigten Weg weiter. Ein völlig neues Gefühl brach bei uns aus und was hinzukam wir kamen recht entspannt in Pasewalk an. Die Hitze war zwar enorm und unser Wasser Verbrauch auch aber es ging uns gut.

Pasewalk – Torgelow

Durch die Stadt zu fahren, erweist sich als aus gesprochen schwierig, weil die Ausschilderund ungenügend war und uns sogar in Einbahnstrassen schickte. Aber wir kamen durch die Stadt und folgten der Bundesstrasse Richtung Torgelow. Meist fuhren wir auf dem Radweg, der gut ausgebaut war, und nur ein kurzes Stück führte uns auf der Bundesstrasse entlang. Aber da es Sonntag war, ging der Verkehr.
Wir fuhren entlang am Wald, indem sich die Bundeswehr versteckte. Und wir fuhren auch lieber nur am Wald vorbei- aus Angst vor Panzern.

Torgelow – Eggesin

Der Radweg führte uns weiter und weiter und die Wärme hatte kein Erbarmen mit uns. Ab und zu gab es schattige Abschnitte, sodass wir uns erholen konnten. Aber unser Wasser ging zur Neige. Das stellte sich als grosses Problem dar, weil es Sonntag war und weit und breit keine Tankstelle. Aber als wir dachten es geht nicht mehr, kam eine Gartenkolonie und eine sehr nette Frau, die uns eine Flasche mit Wasser füllte. Gott sei Dank!
So konnten wir gut weiter fahren.

Eggesin – Uckermünde

In Eggesin angekommen standen wir erst einmal im Stau, wegen einer Baustellenampel. Aber das war noch nicht das schlimmste. Wir fuhren weiter und sahen ein blaues Schild auf dem Aral drauf stand! Unsere Rettung! Also zu erst Wasser kaufen und für das tapfere Durchhalten eine Tüte Gummitierchen!!! Als ich zu meinem Rad zurückkehrte, stellte ich fest, dass mein Freund meine Vorderbremse kaputt gemacht hatte! Einfach toll! Gut das ein Ende in Sicht war. Also ohne Bremse und mit “super” Laune auf zum vorletzten Stück. Der Weg nach Uckermünde war gut ausgebaut und fuhr sich recht gut weg. Und dann sahen wir auch schon die Stadt.

Uckermünde – Grambin

Das letzte Stück ging schnell, weil der Zeltplatz ausgeschildert war. Also fuhren wir schnell und trafen nach unendlich langen Kilometern ein und dann der Horror eines jeden Radfahrers. Die netten Leute bei der Anmeldung meinten, dass sie voll seien, aber als wir erwähnten, dass wir auf Rädern sind, konnten wir bleiben.
Wir stellten also unser Zelt auf und hüpften ins kühle Nass. Unser Körper war sehr dankbar dafür und auch unser Sonnenbrand kühlte auch gleich.

Statistik des Tages: 98,16 km 9 Stunden ( reine Fahrzeit: 5:55 Uhr )

Urlaub 2006 – Tag 1

Hier nun der versprochene Bericht über unseren diesjährigen Urlaub.

Wir starteten um 7.00 Uhr in Cottbus mit der Bahn in Richtung Berlin. Als wir dort ankamen mussten wir realisieren, dass unser Anschlusszug 20 Minuten Verspätung hatte. Im als Ausweichverbindung angebotenen IC waren leider keine Fahrradplätze mehr frei und die “besonders freundliche” Zugbegleiterin war auch nicht bereit hier zu improvisieren. So starteten wir mit rund einer Stunde Verspätung zum vorherigen Plan in Bernau mit unserer Fahrradreise.

Bernau – Biesenthal

In Beeskow hatten wir noch einige Orientierungsprobleme, bis wir uns an die Ausschilderung des Radfernweges Berlin-Usedom gewöhnt hatten. Die Strecke führte über Asphalt oder gut befahrbare Waldwege, so das wir gut voran kamen. Leider regnete es gelegentlich, was manchem gar nicht zusagte.

Biesenthal – Marienwerda

Die Strecke blieb weiterhin gut und wir kamen so gut voran. Einzig die Autobahnüberquerung, bei der Auf- und Abfahrt von der Autobahnbrücke mit lausigstem Kopfsteinpflaster versehen waren und den vielen sehr eng gestellten Pollern und Umlaufsperren störten das Fahrvergnügen.

Marienwerda – Joachimsthal

Nach Marienwerda wird die Strecke kurz über einen Radweg an der B167 geführt. Die Auffahrt des Radweges ist schon mit einem Poller geschützt, den man aber noch umgehen kann. Der Radweg führte danach aber begrenzt von Leitplanken auf eine Brücke zu, die ebenfalls nochmals mittels Umlaufsperren gesichert war, die nicht mehr umfahrbar waren. Für alle mit mehr Gepäck bzw. sogar Anhängern empfiehlt sich hier die Nutzung der Strasse. Langsam wurde es dann hügliger, aber wir kamen immer noch gut voran. Kurz nach Rosenbeck fehlte an einer Kreuzung die Beschilderung, so das man sich hier über die Wanderwegsbeschilderung orientieren musste. Dies war aber der einzigste Punkt in Brandenburg, an dem es Probleme mit der Beschilderung gab.

Kurz vor Joachimsthal wird der Weg über die B198 geführt. Das Stück fuhr sich aus mehreren Gründen sehr unangenehm. Die Strasse war mit schlechtem Asphalt versehen, zu schmal und recht stark befahren, bei uns machte sich ein deutliches Hungergefühl breit und das Gelände wurde weiterhin auch noch hügliger :-(

In Joachimsthal suchten wir dann etwas zu Essen, was gar nicht so einfach war. Im ersten Restaurant war Betriebsurlaub angesetzt, das zweite hätten wir kaufen oder mieten können und das dritte war auch recht verfallen. Dann fanden wir aber doch noch ein schönes Restaurant in dem wir uns mit einer Apfelschorle erfrischten und uns mit Spagetti mit Tomatensauce stärkten.

Joachimsthal – Glambeck

Auf einer recht verkehrsarmen Nebenstrasse ging es nach dem Essen weiter. Leider wurde unser vorankommen durch die schlechten Strassenverhältnisse weiter gebremst. Weiterhin zerrte das ständige Auf und Ab doch enorm an den Kräften und der Motivation.

Glambeck – Steinhöfel

Wir entschieden uns aufgrund des fortgeschrittenen Tages für die im Reiseführer ausgeschilderte Alternative nach Steinhöfel. Diese führte über sehr sandige Wege durch den Wald. Hier zeigte sich der Regen vom Morgen als klarer Vorteil, weil sonst hätten wir diese Strecke mit unseren Rädern nur schiebend zurücklegen können. Die Strecke enthielt zusätzlich sehr heftige Anstiege und steile Abfahrten, die weiter an den Kräften zerrten.

Steinhöfel – Warnitz

Das letzte Stück des Tages forderte nochmals alle Kräfte von uns :-( Die Stecke führte über einen Feldweg zu einer Autobahnüberführung. Die Zu- und Abfahrt war mit Kopfsteinpflaster der Marke Katzenkopf ausgestattet. Zwischen diesen war der Weg noch mit Bauschutt verschönert worden. Als wir uns dadurch gequält hatten, erreichten wir über einen mit Betonplatten belegten Feldweg den Zeltplatz. Dort hiess es nur noch Zelt aufbauen, Baden gehen und dann chillen :-)

Statistik des Tages: 79,5 km in 6:10 Stunden (4:36 reine Fahrzeit)