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Von Lust und Frust beim Reisen

Ich durfte die letzten Tage dienstlich in der Nähe von München verbringen und dabei viel neues erleben.

Für die Reise von Cottbus nach München bzw. zurück nutzte ich die Deutsche Bahn. Und ich wurde angenehm überrascht. Nicht nur das die Reisen im Nachtzug die entspannteste Form des Reisens darstellt, die ich bisher außerhalb des Urlaubs erlebt habe. Auch das Servicepersonal im Zug war freundlich und zuvorkommend.

Für den Rest der Strecke rund um München, sollte es ein Mietwagen sein. Gebucht war ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse, genau richtig für mich :-) . Bekommen habe ich einen Audi A4 Kombi. Es war schon eine nervliche Herausforderung, das Schlachtschiff durch die Münchener Rush-Hour zu lenken, ohne irgendwo anzuecken und auf schmalen Landstraßen kommt der Vorteil der Laufruhe solch großer Fahrzeuge bei sehr hohen Geschwindigkeiten nicht wirklich zur Geltung. Auch wenn viele lieber den A4 als den Kleinwagen haben, für mich hätte er wohl gereicht.

Da in der Zeit zwischen der Reiserei viel Arbeit zu erledigen war, muss ich mir jetzt München entgültig auf meine Wunschliste der zu besuchenden Städte schreiben. Gegebenenfalls kann man den Besuch ja auch mit dem Besuch einem Spiels der laut Schatz wohl besten Fußballmanschaft der Welt verbinden.

Gemeinsam gegen Rassismus – United against racism

Unter diesem Motto ruft das Studentenparlament der BTU Cottbus am morgigen Sonntag ab 14:00 Uhr zu einer Demonstration durch die Innenstadt auf (siehe inforiot).

Mir stellt sich die Frage, kann man gegen Rassismus demonstrieren bzw. wer ist denn der Adressat und welche Forderungen stellt man an ihn.

Es ist doch eher so, das sich auf dieser Veranstaltung all die, die sich i.A. in Punkto Rassismus sowieso nichts vorzuwerfen zu haben glauben, in ihrer Haltung bestärken und die, die man erreichen müsste, wieder mal nichts mitbekommen. Diese Demonstration ändert am geschehenen nichts und wird auch zukünftige Taten leider nicht verhindern.

Ja, ich verurteile die Taten, ohne wenn und aber. Nur für die, deren Beisreflex hier zuschlagen wollte, aber solange das Geld für Jugend- und Sozialarbeit von Bund, Land und Kommunen weiter zusammengestrichen wird und die Unterbreitung von kulturellen Angeboten immer weiter auf kommerzielle Anbieter verschoben wird, braucht man sich nicht wundern, wenn sich auf Plätzen und in Parks durch “herumlungernde” Jugendliche ein Klima bildet das keinen ermuntert diese zu nutzen oder zu durchqueren. Und um gleich den Ordnungsfanatikern einen Strich durch die Rechnung zu machen, NEIN, Verbote helfen hier nichts, die verschieben das Problem nur auf andere Orte.

Statt einmal im Jahr zu demonstrieren oder das Multikulturelle Stadtfest zu besuchen, sollte jeder den Gedanken des offenen Zusammenlebens aller Menschen dieser Stadt täglich versuchen zu Leben und zu vertreten. Damit wäre mehr getan.

A critical mass

Ein wunderbares Beispiel einer Critical Mass von Fußgängern konnte ich am letzten Wochenende in Leipzig erleben. Zu Ehren der Sportler der Weltmeisterschaft der Feuerwerker trafen sich einige Hundert Menschen auf einer Brücke um die Ausscheidung zu verfolgen. Als die Bürgersteige voll waren musste erst die rechte Fahrspur und zum Ende hin die gesamte Straße dran glauben.

Die Menschen eroberten sich den ihnen zustehenden Raum in der Stadt vom Verkehr in einer Selbstverständlichkeit zurück, die mich schon ins staunen versetzte.